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Wildblumen im Mai

Gemeiner Löwenzahn (Pusteblume)

Taraxacum officinale

GP-Löwenzahn-KopfVermutlich aus dem griechischen ist der Name "ich heile" abgeleitet worden, der lateinische Beiname "officinale" bedeutet "Apotheke". Seine gezähnten Blätter haben ihm wohl den nichtssagenden deutschen Namen "Löwenzahn" eingebracht. Für die Kinder ist er später die lustige "Pusteblume".
Heilwirkung haben alle Pflanzenteile: Blätter, Blüten und Wurzeln.


Der Löwenzahn mit seiner leuchtend gelben Blüte, der wunderschönen Pusteblume und seinen markant zahnigen Blättern ist eine der einprägsamsten Pflanzen in Mitteleuropa. Als Korbblütler (d. h. zahlreiche kleine Blüten täuschen eine große vor) produziert der Löwenzahn reichlich Samen. Die "Pusteblume" besteht aus vielen Samen mit je einem fallschirmartigen Pappus mit hervorragenden Flugeigenschaften. Zum Leidwesen der ordnungsliebenden Zeitgenossen, die meinen, ihre Wiese müsste so sauber sein wie ihr Wohnzimmerteppich, breitet sich der Löwenzahn auch mit seinen bis zu 2 m tiefen Wurzeln stark aus. Gegen das Abstechen der Wurzeln hat der Löwenzahn vorgesorgt. Seine dicke Pfahlwurzel hat eine hohe Regenerationskraft.

 GP-Löwenzahn-Pusteblume
Pusteblume

 Für die Tiere:

Als Grünfutter ist der Löwenzahn sehr ertragreich. Sein Nahrungswert für Käfer und deren Larven sowie Schmetterlinge ist im Naturhaushalt von Bedeutung. Mindestens 41 verschiedene Schmetterlingsraupen leben am und vom Löwenzahn. Auch die ausgewachsenen Schmetterlinge schätzen die Blüten der Pflanze, die auch als Bienenweide bezeichnet werden.

 Für die Menschen:

In den Frühjahrssalat gehören vor allem die vor der Blüte austreibenden jungen Blätter. In schlechten Zeiten wurde die "Rübe" wegen ihres lnulingehaltes in geröstetem Zustand sogar als Kaffee-Ersatz verwendet.

Die Bitterstoffe bewirken, dass mehr Speichel und Magensäure ausgeschüttet werden. Gleichzeitig fördern sie die Freisetzung von Verdauungshormonen und -enzymen und kurbeln die Gallentätigkeit an. Durch diese Effekte regt Löwenzahn den Appetit an und bringt die Verdauung auf Trab. Auch wenn sich nach einer fettreichen Mahlzeit der Bauch bläht  und sich ein unangenehmes Völlegefühl einstellt, kann die Heilpflanze helfen. Weitere Inhaltsstoffe des Gewächses wie Flavonoide und reichlich Kalium können leicht wassertreibend wirken. Mithin kommt Löwenzahn häufig in sogenannten Blutreinungs- und Entschlackungstees vor. Der Tee fördert die Harnsekretion und wird deshalb bei Nierensteinen, zur Blutreinigung und bei gallefördernden Maßnahmen getrunken. In Hessen hat die Blume daher den Beinamen "Bettpisser" erhalten.

Achtung:
Wer Probleme mit den Gallenwegen oder Nieren hat, sollte Zubereitungen aus Löwenzahn nicht oder nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen. Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren, sollten ebenfalls auf Löwenzahn verzichten.

Quelle:
www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/loewenzahn  

 

Phacelia (Bienenfreund)
Sie wird auch Bienenweide, Bienenfreund, Büschelschön oder Büschelblume genannt.

Wie der Name schon besagt, sind die Blüten des Bienenfreunds eine reiche Pollen- und Nektarquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen.

GP_Phacelia-01Die Phacelia kann aber noch mehr!  Ihr dichtes Wurzelwerk wirkt wie eine kleine Bodenkur indem es den Boden organisch anreichert, lockert und so gegen Bodenmüdigkeit hilft.

Der Bienenfreund blüht von Mai bis zum ersten Frost.

Noch ein Vorteil der Pflanze: sie wächst am besten an einem vollsonnigen bis maximal halbschattigen Standort und ist recht trockenheitsverträglich, was bei unseren neuen Sommertemperaturen durchaus empfehlenswert ist. Dafür verträgt sie Frost nicht so gut und stirbt bei Temperaturen unter minus sechs Grad ab.

Anders als die meisten Gartenpflanzen wird die Phacelia meist nicht vorgezogen oder als Jungpflanze verkauft. Sie GP_Phacelia-03lässt sich ganz einfach (und kostengünstig) aus einem Samentütchen an einen geeigneten Standort direkt aussähen. Sie können Phacelia im Freiland vom Frühjahr bis zum Herbst ausbringen. In weniger als 6 Wochen kommen die ersten Blüten. Das macht die Phacelia zum idealen „Lückenbüßer“ im Beet, wenn Sie den Bienenfreund  z. B. gezielt in den Beeten der Frühjahrs- und Frühsommer-Blühern aussäen. Die Samen sollten während der knapp zweiwöchigen Keimdauer gleichmäßig feucht gehalten werden.

     
GP_Phacelia-02    
Auch zusammen mit anderen Blumen ist die Bienenweide eine Augenweide    


Gundelrebe, Gundermann

Glechoma hederaceae

GP-Gundermann-gross "Glechoma" ist ein alter griechischer Pflanzenname. Der Beiname "hederaceae" kann als "das Sitzen (Haften) auf der Unterlage" übersetzt werden.

Durch seinen kriechenden Wuchs mit den zahlreichen Ausläufern hat sich der Gundermann die Silbe "Un" vor dem Wort Kraut eingehandelt. Das hindert ihn jedoch nicht, trotz Bekämpfung in Äckern und Weiden, weiter "herumzuwildern", also ein echtes Wildkraut zu sein.

Die Pflanze enthält etherische Öle und wurde wegen ihres Duftes seinerzeit dem Gott Donar geheiligt, der vor Gewitter und bösem Zauber schützen sollte.

Vorkommen:  

Als Nährstoffzeiger kommt die Gundelrebe auf frischen, nährstoffreichen, humosen Lehmböden vor. Also an Weg und Rain, in Wiesen und Parkrasen sowie in Gärten und Äckern.

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Wer seinen Wert erkannt hat, wird die Gundelrebe gern als bodenbedeckende Staude im Garten haben. Unter Bäumen z. B., dort wo der Rasen wegen zu geringen Lichteinfalls nicht mehr gedeihen will, wächst die Gundelrebe munter weiter. Dadurch bleibt der gesamte Wurzelbereich locker, durchlüftet und vor allem belebt; eine positive Nebenerscheinung für jeden Baum und Strauch.

GP-Gundermann-c   GP-Gundermann-d  
     
     

Für die Tiere:

Die Gundelrebe ist ein Lippenblütler, d. h. es ist erst eine lange Röhre zu überwinden, um an den Nektar zu kommen. Nur Hummeln und Schmetterlinge können ihn mit ihrem langen Rüssel erreichen. Erdhummeln beißen manchmal die Kronenröhre seitlich auf, und solch ein Loch benutzen dann auch Bienen um den Nektar zu stehlen.

Für den Menschen:  

Die Samen der Pflanzen riechen sehr aromatisch, deshalb werden sie im Böhmerwald im Gebäck verbacken. Bei uns kommt die Art als Tee, Spinat oder Suppenbeilage auf den Frühjahrstisch. Ihre heilende Wirkung ist als Tee bei Lungenerkrankungen, Asthma und chronischem Schnupfen bekannt.

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