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Das Entsorgungskonzept des Rhein-Erft-Kreises

Mit dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Deponierungsverbot für unbehandelte Restabfälle ab dem 01.06.2005 ist der Deponiebetrieb in Haus Forst eingestellt worden.

Als zuständige Behörde für die Abfallentsorgung hat der Rhein-Erft-Kreis ein Abfallkonzept entwickelt, welches durch Aufbereitung und Sortierung den Anteil verwertbarer Stoffe erhöht und den Anteil des zu verbrennenden Restmülls so weit als möglich reduziert. Mit diesem Verfahren versucht der Kreis die Kosten der Verbrennung gering zu halten.

Aufbereitung und Sortierung erfolgen im Verwertungszentrum VZEK in Erftstadt.

Das Rhein-Erft-Abfallkonzept 2005 im Detail

  1. Umbau des Verwertungszentrums VZEK zu einer modernen Abfallsortieranlage,
  2. Aussortierung und Verwertung nicht brennbarer Stoffe wie Sand, Steine, Metallschrott,
  3. Verwertung von aussortiertem Müll als Ersatzbrennstoff in Kraftwerken,
  4. durch Rotte und Wasserentzug wird das Gewicht der nicht verwertbaren Reste verringert, dadurch wird eine Kostenersparnis bei der Verbrennung erreicht,
  5. Zuführung nicht verwertbarer Reste in Müllverbrennungsanlagen.

 
Etwa 40% des Mülls werden zu Ersatzbrennstoffen aufbereitet und verstromt. Der Müll wird dabei – wie in Müllverbrennungsanlagen – verbrannt, ersetzt aber in diesem Falle fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas und ist daher die kostengünstigere Verbrennungsvariante.

Die Verbrennung von Müll in Kraftwerken kann nur unter folgenden Vorraussetzungen erfolgen:

  • das Material muss einen hohen Heizwert besitzen (also gut brennen),
  • das Material darf keine schädlichen Beimengungen enthalten (aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, Sondermüll wie Batterien, zahlreiche Putzmittel, Spritzmittel für den Garten, Hobbychemikalien etc. aus dem Hausmüll herauszuhalten!)
 
Ein Anteil von 40% wird Müllverbrennungsanlagen zugeführt. Die Schadlosigkeit der Verbrennung wird durch höchste Anforderungen an die Filtertechnik erfüllt. Die Müllverbrennung ist daher sehr teuer.
Etwa 5% des Mülls bestehen aus unterschiedlichen Metallen, die direkt der Metallherstellung zugeführt werden können.
Weitere 5% des Mülls sind nicht-brennbare Stoffe wie Sand und Steine, die z. B. im Straßenbau einsetzbar sind.
Restmüll hat einen relativ hohen Wassergehalt von ca. 10%. Durch die Aufbereitungstechnologie wird dem Müll der Wasseranteil entzogen.

 
Außerdem wird im Verwertungszentrums eine moderne Kompostierungsanlage betrieben, die die Biotonnenabfälle des Erftkreises verarbeitet.

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