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Die Kolpingstadt Kerpen legt ein Förderprogramm zur Dach- und Fassadenbegrünung auf

Begrünte Dächer und Gebäude senken die Hitzebelastung im Sommer und verbessern die Abflusssituation bei extremen Niederschlagsereignissen. Die Kolpingstadt unterstützt die Bemühungen ihrer Bürger:innen und Unternehmen und gewährt ab sofort Zuschüsse für die Begrünung von privat und gewerblich genutzten Gebäuden, die älter als fünf Jahre sind. Bis zum Frühjahr 2022 stehen 60.000 Euro zur Verfügung.


Biodiversitätsgründach (Foto: Bundesverband GebäudeGrün e.V.)

Die Begrünung von Dachflächen und Fassaden kann einen bedeutenden Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur Verbesserung von Gesundheit und Umwelt leisten. Der Blick auf die vergangenen heißen Sommer zeigt, dass dringender Handlungsbedarf zur Abkühlung der Siedlungsbereiche besteht. Gemäß Berechnungen des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz könnten fast 2 Millionen Quadratmeter Dachteilfläche und damit rund 40% der gesamten Dachflächen in Kerpen, nachträglich begrünt werden und einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der klimatischen Situation leisten.


Begrünte Dächer und Fassaden vereinen eine Vielzahl positiver Wirkungen, die meist schon innerhalb kurzer Zeit wirksam werden, u.a. sind das:

    • Solargründach (Foto: Bundesverband GebäudeGrün e.V.)Beschattung und Kühlung bei Hitze
    • Filterung der Luft
    • Regenwasserrückhalt
    • Lebensraum für Pflanzen und Tiere
    • Energieeinsparung durch Wärmedämmung
    • Schutz der Dachabdichtung
    • Wertsteigerung der Immobilie
    • In Kombination mit Photovoltaik (aufgeständerte PV-Anlage) wird die Effizienz der PV-Anlage durch die Kühlung gesteigert


Förderung der Kolpingstadt Kerpen

Fassadenbegrünung (Foto: Bundesverband GebäudeGrün e.V.)Die Kolpingstadt Kerpen fördert Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung durch einen Zuschuss von 50% der als förderungswürdig anerkannten Kosten. Bei Maßnahmen zur Dachbegrünung gilt ein Förderhöchstsatz von 40 Euro pro Quadratmeter Vegetationsfläche. Förderfähig sind alle angemessenen Materialausgaben, Ausgaben für Entwurfs- und Planungsleistungen und Ausgaben für Ausführungsarbeiten durch qualifiziertes Fachpersonal. 

Antragsberechtigt sind Privatpersonen und Unternehmen mit Eigentum an der Immobilie und von ihnen Bevollmächtigte. Auch Wohnungseigentümergemeinschaften können einen Förderantrag stellen, wenn ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft vorgelegt werden kann.

Dachbegrünung

Gefördert werden Ausgaben für eine fachgerechte Planung und Ausführung einer Dachbegrünung sowie die benötigten Materialien. 

Der Schichtaufbau des Dachsubstrates muss eine Aufbaustärke von mindestens 6 cm erreichen. Die zu begrünende zusammenhängende Dachfläche muss eine Mindestgröße von 10 m2 aufweisen. Die Fertigstellungspflege kann gefördert werden, sofern sie Bestandteil der beauftragten Dachbegrünung ist. 

Maßnahmen zur Dachbegrünung auf asbesthaltigen Dachabdeckungen oder Abdichtungsbahnen bestehend aus Polyvinylchlorid (PVC-P) mit Weichmachern sind nicht zuwendungsfähig.

Fassadenbegrünung

Gefördert werden Ausgaben für eine fachgerechte Planung und Ausführung einer Begrünung an Außenfassaden und Außenmauern sowie benötigte Materialien und ggf. erforderliche Vorarbeiten.

Gefördert werden nur Rankhilfen, die einzig den Begrünungszweck erfüllen (keine Geländer, Zäune, Unterstände o. ä.). Maßnahmen zur Sanierung der Fassade oder einer bestehenden Fassadenbegrünung sind nicht zuwendungsfähig.

Wandgebundene Fassadenbegrünungen sind nur dann förderfähig, wenn deren Bewässerung vollständig oder anteilig durch Regenwasser aus Rückhaltesystemen (Zisterne, Regensammler, Retentionsdach) erfolgt.



Bei in Eigenleistung erbrachten, fachgerechten Arbeiten sind die Materialkosten, soweit sie nach Art und Umfang angemessen sind, mit 50 % förderfähig. Die Miete von speziellem Werkzeug und von Arbeitsgeräten ist ebenfalls förderfähig, die Anschaffung jedoch nicht. Nähere Bestimmungen zu den förderfähigen Maßnahmen können der  Förderrichtlinie entnommen werden.

Bis zum Frühjahr 2022 stehen einmalig 60.000 Euro zur Verfügung. Die kurzfristige Bereitstellung der finanziellen Mittel erfolgt aus dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ im Rahmen der Corona-Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung verfolgt damit das grundsätzliche Ziel, die Klimaresilienz in Kommunen zu stärken und dadurch indirekt auch Unternehmen zu unterstützen, die sich in Richtung Anpassungswirtschaft neu oder verstärkt orientieren. Klimaresilienz beschreibt die Reduzierung von Verwundbarkeiten und die Stärkung der Widerstands- und Anpassungsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels.



Ablauf

1.   Planung der Maßnahmen

    • Skizze erstellen
    • Angebote einholen

2.   Antragstellung

    • Erforderliche Unterlagen zusammenstellen
    • Formulare ausfüllen und einreichen

3.   Bewilligungsverfahren

    • Die Stadt wertet die Unterlagen aus und erteilt einen vorläufigen Bewilligungsbescheid

4.   Durchführung der Maßnahme

    • Innerhalb von 6 Monaten nach Bewilligung muss die Maßnahme fertiggestellt sein

5.   Auszahlung nach Fertigstellung

    • Einreichung aussagekräftiger Bilder
    • Auszahlung der Förderung nach Prüfung der Unterlagen
    • Rechnungs- und Nachweiserbringung bis zum 31.03.2022

Das Förderprogramm endet für die Zuwendungsempfängerin bzw. den Zuwendungsempfänger mit dem 31.03.2022, so dass bis zu diesem Zeitpunkt die Projekte abzuschließen sind.

Die Zweckbindungsfrist beträgt fünf Jahre ab Bewilligung. In diesem Zeitraum sind das Pflegen und das Instandhalten der Begrünung sicherzustellen.


Antragstellung

Die Förderung muss schriftlich über das von der Kolpingstadt Kerpen bereitgestellte Formular beantragt werden. Die Bewilligung des Zuschusses erfolgt durch einen schriftlichen Bescheid, der die maximale Höhe des bewilligten Zuschusses angibt. Mit der Durchführung der Maßnahme darf nicht vor Erhalt eines Zuwendungsbescheides begonnen werden. Die Kolpingstadt Kerpen erteilt unter Anwendung der Kriterien der Förderrichtlinie die Zuwendungsbescheide.

Der Antrag ist vor Maßnahmenbeginn elektronisch oder postalisch zu richten an:

Kolpingstadt Kerpen
Abteilung 16.1 Stadtplanung
Jahnplatz 1
50171 Kerpen

E-Mail: klimaanpassung@stadt-kerpen.de

 

Mit dem Förderantrag sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Eine Fotodokumentation des Ausgangszustands
  • Einen Lageplan oder eine aussagekräftige maßstäbliche Skizze, aus der die Fläche für die Begrünungsmaßnahme zweifelsfrei entnommen werden kann
  • Eine Kurzbeschreibung des Vorhabens, die ggf. einen Aufschluss über die Aufbaustärke der Dachbegrünung liefert
  • Einen Nachweis der förderfähigen Kosten durch drei Angebote oder detaillierte Kostenschätzungen (sollten keine drei Angebote vorgelegt werden können, ist dies nachzuweisen)
  • Den Nachweis der Eigentumsverhältnisse durch einen aktuellen einfachen Grundbuchauszug oder aktuellen Grundbesitzabgabebescheid
  • Eine Vollmachterklärung, falls der Antrag nicht von der Person mit Eigentum an dem Gebäude gestellt wird
  • Den Eigentümerbeschluss bei Wohnungseigentümergemeinschaften

Kontakt

Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen Frau Johanna Soboll gerne zur Verfügung.


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