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Neues Elektro- und Elektronikgerätegesetz

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) regelt in Deutschland die Entsorgung ausgedienter Elektrogeräte.
Das ist auch dringend notwendig, da die Anzahl der Elektro- und Elektronikgeräte, die weggeworfen werden, stetig zunimmt. Gründe sind die kürzere Nutzungsdauer der Geräte und fehlende Möglichkeiten defekte Teile zu reparieren.

Das Angebot wächst – der Elektronikmüllberg auch!
Die Rückgabepflicht soll die Wiederverwertung der z. T. sehr wertvollen, teueren und seltenen Werkstoffe ermöglichen. Außerdem werden so die Hersteller an den Kosten für die Verwertung beteiligt.

Die für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtigsten Änderungen:

Neue Rückgabemöglichkeiten

Große Geschäfte mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 qm müssen:

  • beim Neukauf eines Elektrogerätes das alte, entsprechende Gerät kostenfrei zurücknehmen. Dies gilt für kleine wie große Geräte gleichermaßen.
  • kleine Elektrogeräte mit einer Kantenlänge von 25 cm zurücknehmen. Die Rücknahme ist kostenfrei und nicht an einen Neukauf gekoppelt. In Kerpen sind das z. Z. Kaufland, Saturn, die dm-Märkte.

    Auch der Internethändler muss eine Rücknahme organisieren und eine Stelle benennen, die die im Internet gehandelten Geräte zurücknimmt

Deutlich mehr Geräte als bisher fallen unter das Elektrogesetz

Seit dem  August 2018 sind deutlich mehr Geräte als bisher von der Rückgabepflicht für Elektroaltgeräte erfasst. Der Anwendungsbereich für das Elektrogesetz wird damit auf alle Gebrauchsgegenstände erweitert, in denen Elektronik mit verbaut ist. Ab jetzt zählt alles, das in irgend einer Weise mit Strom (Steckdose) oder Energie (Batterien) zusammen hängt, zu den Elektroaltgeräten. Zum Beispiel Schuhe mit Leuchtdioden, Schränke mit beleuchteten Spiegeln, Massagesessel und vieles, vieles mehr. Mit dieser Zuordnung ändern sich auch die Entsorgungsbedingungen.
Haben die tönenden, blinckenden oder arbeitenden Gegenstände ausgedient, müssen sie dem Handel oder anderen (kommunalen) Sammelstellen zum Recycling überlassen werden.
Die kommunalen Sammelstellen in Kerpen sind:

Wichtig ist, dass Altbatterien und Altakkumulatoren, die nicht fest eingebaut sind, vorher immer aus den Geräten entnommen werden. Sie sind getrennt über die Batteriesammelboxen, die im Einzelhandel stehen, zu entsorgen!

Wenn sich der elektronische Bestandteil abtrennen lässt, gilt ebenfalls ein getrenntes Entsorgungsprinzip: Die Leuchtleiste im Wohnzimmerschrank ist dann als Elektrogerät zu handhaben; der Schrank selbst zählt zum Sperrmüll.

Die Sammelgruppen wurden erweitert. Unter das Gesetz fallen nun auch

  • „normale“ Lampen (Stehlampe, Tischlampe, Schreibtischlampe, Deckenlampe, Wandlampe, Lichterketten etc.). Das heißt, diese Gegenstände dürfen nicht mehr über die Restmülltonne oder mit dem Sperrmüll entsorgt werden. Bei großen Kleiderschränken empfiehlt es sich, die Leuchten zu entfernen und den Schrank wie bisher zum Sperrmüll zu geben.
  • Steckerleisten mit Schalter,
  • Nachtspeichergeräte (Entsorgung nur bei "Haus Forst" möglich)
  • Photovoltaikmodule (Entsorgung nur bei "Haus Forst" möglich)

In der Praxis bedeutet das, dass für Nachtspeichergeräte  fortan keine Entsorgungskosten mehr anfallen. Höchstens die Demontage und der Transport können dem Kunden in Rechnung gestellt werden.
Wer Photovoltaikmodule oder auch Nachtspeichergeräte (bitte besondere Sicherheitsvorkehrungen beachten!) selber bei "Haus Forst" anliefern möchte, kann dies nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung tun. Telefon: 02275/ 9220-0.

Batterien und Akkus, die nicht fest eingebaut sind, müssen vor der Abgabe aus den Geräten entfernt werden.

Daawk_Elektro-G-Tonnes Symbol der durchgestrichenen Mülltonne, das seit 2005 auf alle neuen Elektro- und Elektronikgeräte angebracht werden muss, dient als Orientierung: Die Entsorgung über die Mülltonne oder den Sperrmüll ist tabu. Dies gilt natürlich auch für die älteren Elektrogeräte.


Das Elektro-Gesetz im Wortlaut
Nicht abschließende Liste mit Elektro- und Elektronikgeräten, die unter die Gerätekategorien des § 2 Absatz 1 fallen

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