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Stadtbild

Räumliche Elemente prägen das Bild einer Stadt. Ihre Lage in der Landschaft, zwischen Bergen, Flüssen oder in der Ebene bestimmt ihr Aussehen, ebenso wie Stil und Form ihrer Bauten oder wie die Begrünung. Meist sind Gebäude mit besonderer Nutzung, wie Bahnhöfe, Kirchen, Rathäuser oder Schlösser und andere historische Bauwerke typisch für eine Stadt. Plätze, Straßen und die in Form und Material abwechselnden Fassaden charakterisieren allgemein ein Stadtbild.

Stadtbilder schaffen Identifikation

Man kann davon ausgehen, dass das Stadtbild eine große Rolle spielt für das Verhältnis der Einwohner zu "ihrer" Stadt. Am Stadtbild orientiert sich der Einwohner. Er ordnet optische Eindrücke und findet in der Stadt eine eigene Ordnung. Die allen Bewohnern gemeinsamen Erlebnismomente schaffen auch emotionale (gefühlsmäßige) Bindungen. Sie sind offenbar dort besonders stark, wo das Stadtbild zwar abwechslungsreich, aber trotzdem unverwechselbar ist, wo es überschaubare und erfassbare Reize vermittelt.

Eine derartige Vielfalt emotional besonders ansprechender Formen und Raumeindrücke findet sich im Allgemeinen in den historischen Zentren und Wohnvierteln, weniger dagegen in den zeitgenössischen Baugebieten. Stadtbild und "Stadtgestalt" rückten in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Blickpunkt von Stadtplanung und Denkmalpflege (Denkmalschutz).

Verbesserung des Stadtbildes

Seit in den 50er und 60er Jahren zunächst schrittweise die Stadtzentren um- und ausgebaut wurden und dabei die historische Stadtgestalt vielerorts Schaden litt (städtebauliche Sanierung), beschäftigten sich Stadtplaner, Architekten, Soziologen und Psychologen mit der Bedeutung des Stadtbildes als Erlebnismoment für die Bewohner. Mit Methoden der Stadtbildanalyse versuchen die Planer, Fehler und Defizite der Stadtgestalt aufzuspüren und Änderungsvorschläge zu unterbreiten. Durch oft teure Platz- und Straßengestaltung oder städtebauliche Sanierungsmaßnahmen versuchen die Kommunen dann, das Stadtbild zu verbessern. Um auch die privaten Hauseigentümer stärker in derartige Aktivitäten einzubinden, erlassen die Kommunen sog. Denkmalschutz- oder Gestaltungssatzungen , in denen die Mindestanforderungen an die äußere Gestalt der Gebäude in bestimmten Stadtvierteln festgelegt werden.