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Wildblumen im Juni

Große Brennnessel

Urtica dioica

Uro = "Ich brenne" mit meinen Brennhaaren. Schon das lateinische Wort unserer Brennnessel deutet an, dass die Pflanze mit ihrer Ameisensäure den bekannten brennenden Schmerz hervorruft. Die Brennnessel schützt sich so vor bestimmten Schädlingen, aber in gewisser Weise auch vor dem Menschen, der sie deshalb ignorierend als "Unkraut" am Wegrand stehen lässt und meist wenig begeistert von ihrer Anwesenheit ist. Brennnesseln wachsen auf nährstoffreichen Böden, werden bis zu 1,5 Meter hoch, sind mehrjährig und treiben aus dem Wurzelstock immer wieder aus.GP_Tagpfauenauge

GP_BrennessselFür die Tiere: Sie halten Brennnesseln für „Unkraut“? Das sehen Schmetterlinge ganz anders!

Etwa 25 Schmetterlingsarten sind von der Brennnessel abhängig. Nicht als Falter, sondern als Raupe fressen sie die Blätter "für ihr Leben gern". Das Tagpfauenauge, der Admiral, der Distelfalter, das Landkärtchen und der GP_C-FalterC-Falter sind direkt von der Brennnessel abhängig. Neben den Schmetterlingen schätzen auch zahlreiche Käfer und ihre Larven diese Pflanze. Insgesamt sind bisher ca. 150 Tierarten, die von und an der Brennnessel leben, nachgewiesen, was ihren hervorragenden Wert für die Tierwelt unterstreicht.

Für die Menschen: 

Die "Urtikation", nämlich das Peitschen des verrenkten oder von Nervenschmerzen geplagten Körpers, war früher eine geachtete Heilmethode. Sogar als Gespinstfaser wurde sie vor Einführung der Baumwolle verwendet. Ihr hoher Gehalt an Farbstoffen machte sie außerdem zu einem beliebten Färbemittel. Heute wird hauptsächlich der Tee als harntreibendes Mittel gegen Gallen-und Leberleiden verwendet. Auch als Frühgemüse erfreut sich die Brennnessel zusammen mit anderen Wildkräutern GP_Admiralwachsender Beliebtheit.

Doch Vorsicht! Das Sammeln darf wie bei allen Kräutern nicht entlang der Straßen oder auf ähnlich stark mit Schadstoffen belasteten Flächen erfolgen.

Helfen Sie den Schmetterlingen zu überleben! Pflanzen ober belassen Sie die Große Brennnessel in Ihrem Garten! Eine kleine Ecke reicht schon. Sie werden mit zahlreichen Schmetterlingen belohnt!

So funktioniert die Brennnessel:

Die zahlreichen Brennhaare haben eine kleine rundliche Spitze, die bei Berührung abbricht. Die Haarspitze sieht dann aus wie eine verkleinerte Spritzkanüle. Ein geringer Druck reicht aus, um die Säure einzuspritzen.

  GP_Brennessel-a   GP_Brennessel-b    GP_Brennessel-c
     

Bild-Quellen:
https://bewusst-vegan-froh.de/die-brennessel-geheimnisvolle-pflanzen/
www.mikroskopie-forum.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Brennhaar

Text:
https://steppenrose.de/sie-halten-brennnesseln-fuer-unkraut-das-sehen-schmetterlinge-anders/

 

Nachtviolen

   
GP_Nachtviolen-01  
   

Die heimische Nachtviole ist aufgrund ihrer hübschen Blüten und ihres bemerkenswerten Wohlgeruchs eine beliebte Zierpflanze und hat vor allem im Bauerngarten eine lange Tradition.

Für uns ist sie heute vor allem als Bienenweide von Bedeutung, die des Nachts mit ihrem intensiven Duft vor allem Schwebfliegen und Nachtfalter in den Garten lockt.

Mensch und Insekt können sich an der langen Blütezeit von Mai bis Juli erfreuen.GP_Nachtviolen-02

Es gibt die Nachtviole mit weißen oder violetten Blüten, gefüllt oder ungefüllt. Wer etwas gegen das Insektensterben tun möchte, pflanzt selbstverständlich die ungefüllten Sorten! Weiterer Vorteil: die einfachen, ungefüllten Formen der Nachtviole säen sich bei geeigneten Standortbedingungen zuverlässig selbst aus.

Die Nachtviole erreicht in der Regel Höhen zwischen 60 und 70 Zentimetern und wächst am liebste mäßig sonnigen bis halbschattigen Standorten.

Sie bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und ab dem zweiten Jahr einen langen Blütenstängel.

Kriechender Hahnenfuß- unsere Butterblume

Ranunculus repens

 Mit seinen oberirdischen Ausläufern kriecht der Hahnenfuß Meter für Meter über unsere Wiesen (repens = kriechen). Die Blattform gab dem Kraut  den deutschen Namen "Hahnenfuß". Wegen der satten gelben Blütenfarbe wird der Hahnenfuß im Volksmund gern "Butterblume" genannt.

 
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Das Kraut ist als Intensivwurzler bekannt. Mit den bis zu 50 cm tief wachsenden Wurzeln besiedelt der Hahnenfuß vor allem verdichtete  Lehmböden und leistet oft Pionierarbeit auf noch unbesiedelten kahlen Flächen. Der sehr weit verbreitete kriechende Hahnenfuß kommt häufig in  feuchten, nährstoffreichen Wiesen und auf gut gedüngten Gartenböden. Der kriechende Hahnenfuß hat die Fähigkeit, an jedem Knoten der  meterlangen Ausläufer Wurzeln zu schlagen. So kann an allen Knoten eine neue Pflanze entstehen. Diese Fähigkeit hat ihm den Titel "Unkraut"  eingebracht.

 
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Die Butterblume mit den satt gelb glänzenden Blüten bietet Käfern, Schmetterlingen und zahlreichen Hautflüglern (das sind Hummeln, Bienen usw.) Nahrung und Lebensraum. Die Blüten haben am Grund eine kleine Honig- oder besser Nektardrüse.

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